Ocrevus® (Ocrelizumab) 20.01.2026
Neuer Warnhinweis: Leberschädigung

Leberschädigungen in klinisch bedeutsamem Ausmass ohne Nachweis einer Virushepatitis wurden nach Markteinführung bei mit Ocrevus behandelten Patienten selten beobachtet. Anzeichen einer Leberschädigung, einschliesslich deutlich erhöhter Leberenzyme im Serum mit erhöhtem Gesamtbilirubin, traten Tage bis Monate nach Anwendung der ersten Dosis auf.
Da bei Patienten unter Behandlung mit Ocrevus, bei denen die Alanin-Aminotransferase (ALT) oder die Aspartat-Aminotransferase (AST) mehr als das Dreifache des oberen Normalwertes (ULN) beträgt und das Gesamtbilirubin im Serum mehr als das Zweifache des ULN beträgt, ein potenzielles Risiko für einen schweren arzneimittelbedingten Leberschaden (DILI) besteht, sollten diese Patienten hinsichtlich einer Leberschädigung untersucht werden. Falls eine Leberschädigung vorliegt, ist Ocrelizumab abzusetzen. Falls eine andere Ätiologie festgestellt wird, kann die Behandlung mit Ocrelizumab erst dann fortgesetzt werden, wenn die Leberschädigung vollständig abgeklungen ist.
Vor Beginn der Behandlung mit Ocrevus sollen Leberfunktionstests (ALT, AST, alkalische Phosphatase und Gesamtbilirubin) durchgeführt werden und die Patienten sind während der Behandlung auf Anzeichen und Symptome einer Leberschädigung zu überwachen. Bei Patienten mit Symptomen, die auf eine Leberschädigung hindeuten könnten, zum Beispiel neu auftretende oder sich verstärkende Müdigkeit, Anorexie, Übelkeit, Erbrechen, Beschwerden im rechten Oberbauch, dunkler Urin oder Gelbsucht, sollen die Serumwerte für Aminotransferasen, alkalische Phosphatase und Bilirubin bestimmt werden.

Quelle:
Fachinformation Ocrevus®, Stand 11/2025
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