Everolimus (Afinitor®) 08.03.2012

Aplasie der roten Blutkörperchen, vermindertes Kalium, akutes progressives Lungenversagen, Arthralgie und Laborabweichungen wurden als neue unerwünschte Wirkungen gemeldet.
Everolimus ist ein Substrat sowohl von CYP3A4 als auch des P-Glykoproteins. Weder die Anwesenheit bzw. Abwesenheit von Substraten von CYP3A4 und/oder PgP noch die gleichzeitige Verabreichung schwacher CYP3A4-Inhibitoren mit oder ohne PgP-Inhibitoren verursachte einen erkennbaren Unterschied der Cmin von Everolimus unter der Behandlung mit Tagesdosen von 10 mg oder 5 mg.
Die gleichzeitige Verabreichung von Depot-Octreotid erhöhte die Cmin von Octreotid bei einem Verhältnis der geometrischen Mittelwerte (Everolimus/Placebo) von 1,47 (90%-KI: 1,32–1,64). Es ist unwahrscheinlich, dass diese Erhöhung einen klinisch bedeutsamen Einfluss auf die Wirksamkeit bei Patienten mit fortgeschrittenen neuroendokrinen Tumoren hat.

Afinitor ist neu auch bei fortgeschrittenen, progredienten, gut oder mässig differenzierten neuroendokrinen Tumoren pankreatischen Ursprungs indiziert. Die empfohlene Dosis beträgt 10 mg in einer täglichen Einmaldosis, gleich wie für die Behandlung des fortgeschrittenen Nierenzellkarzinoms. Verglichen mit Placebo (Phase III-Studie "RADIANT 3") zeigte Afinitor eine 2,4-fache Verlängerung des medianen progressionsfreien Überlebens.
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