Xalacom® 20.11.2012
Neue Kontraindikationen

Xalacom ist neu bei Sick-Sinus-Syndrom und sinoatrialen Block kontraindiziert. Der atrioventrikuläre Block 2. und 3. Grades stellt ebenfalls eine Kontraindikation dar, falls er nicht mit einem Herzschrittmacher kontrolliert wird. Wegen des negativen Effekts auf die Überleitungsgeschwindigkeit sollten Betablocker bei Patienten mit einem AV-Block 1. Grades nur mit Vorsicht verwendet werden. Vorsicht ist auch geboten bei Patienten mit schweren peripheren Kreislaufstörungen bzw. Erkrankungen (z.B. einer schweren Form von Raynaud’s Syndrom).
Additive Wirkungen sind möglich und es kann eine arterielle Hypotonie und/oder eine ausgeprägte Bradykardie auftreten, wenn Augentropfen, die Timolol enthalten, zusammen mit Guanethidin verabreicht werden.

Bei Patienten mit einer Vorgeschichte von Herpes-Keratitis sollte Latanoprost mit Vorsicht angewendet werden. Bei einer aktiven Herpes Simplex Keratitis oder chronisch wiederkehrenden Herpes Simplex Keratitiden besonders in Verbindung mit Prostaglandin-Analogen sollte die Anwendung von Latanoprost vermieden werden.

Herpes-Keratitis, Hornhauterosionen und Dysgeusie wurden als neue unerwünschte Wirkungen gemeldet. Potenzierte systemische Beta-Blockaden mit z.B. verringerter Herzfrequenz und Depression, wurden bei gleichzeitiger Behandlung mit CYP2D6 Inhibitoren (z.B. Quinidin, Fluoxetin, Paroxetin) und Timolol beobachtet. Bei Verschluss des Tränenweges oder Schliessung des Augenlids für zwei Minuten, wird die systemische Absorption verringert. Dies kann zu einer Reduktion von systemischen unerwünschten Wirkungen führen.

Quelle:
Fachinformation Xalacom®