Yervoy® (Ipilimumab) 31.01.2020
Neue unerwünschte Wirkung: hämophagozytische Lymphohistiozytose

Eine hämophagozytische Lymphohistiozytose (HLH) ist bei Patienten unter Behandlung mit Yervoy aufgetreten. HLH ist ein potentiell lebensbedrohliches Syndrom mit pathologischer Aktivierung der Immunabwehr. Falls die HLH nicht frühzeitig erkannt und behandelt wird, verläuft sie häufig letal. Die Erkrankung ist gekennzeichnet durch klinische Anzeichen und Symptome einer schweren systemischen Inflammation wie Fieber, Hautausschlag, Hepatosplenomegalie, Zytopenie (v.a. Anämie und Thrombozytopenie), Lymphadenopathie, neurologische Symptome, hohes Serum-Ferritin, Hypertriglyceridämie sowie Störungen der Leberfunktion und der Koagulation. Patienten, bei denen solche Anzeichen und Symptome auftreten, müssen unverzüglich untersucht und im Hinblick auf eine mögliche HLH-Diagnose beurteilt werden. Die Gabe von Yervoy sollte ausgesetzt werden, solange keine alternative Ätiologie etabliert werden kann.
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