Swissmedic hat die Zulassung für das Medikament Ezmekly® (Mirdametinibum, 1 mg und 2 mg, Hartkapseln und Tabletten zur Herstellung einer Suspension zum Einnehmen) erteilt.
Ezmekly als Monotherapie wird angewendet zur Behandlung von symptomatischen, inoperablen plexiformen Neurofibromen (PN) bei Erwachsenen und Kindern ab 2 Jahren mit Neurofibromatose Typ 1 (NF1).
Mirdametinib ist ein selektiver, nicht-kompetitiver Inhibitor von MEK1/2 (mitogen activated protein kinase 1/2). Mirdametinib hemmt die Aktivität der MEK-Proteine und den RAS (rat sarcoma)-RAF(rapidly accelerated fibrosarcoma)-MEK-Signalweg. So blockiert die MEK-Inhibition die Vermehrung und das Überleben von Tumorzellen, in denen der RAF-MEK-ERK (extracellular related kinase)-Signalweg aktiviert ist.
Die empfohlene Dosierung von Ezmekly beträgt an den ersten 21 Tagen jedes 28-tägigen Zyklus 2 mg/m2 Körperoberfläche (KOF) zweimal täglich (etwa alle 12 Stunden). Die Höchstdosis ist 4 mg zweimal täglich.
Für Kinder im Alter von 2 bis < 6 Jahren und für Patienten, die nicht in der Lage sind, Hartkapseln ganz zu schlucken, gibt es Ezmekly auch als 1 mg Tablette zur Herstellung einer Suspension zum Einnehmen, die in Wasser aufgelöst werden kann. Die empfohlene Dosis für Patienten mit einer KOF unter 0,40 m2 ist nicht erwiesen.
Bei der Gesamtheit der erwachsenen NF1-Patienten waren die häufigsten unerwünschten Wirkungen (alle Schweregrade zusammengenommen) akneiforme Dermatitis (83 %), Diarrhö (55 %), Übelkeit (55 %), Kreatinphosphokinase im Blut erhöht (47 %), Schmerzen des Muskel- und Skelettsystems (41 %), Erbrechen (37 %) und Ermüdung (36 %). Unerwünschte Wirkungen, die bei > 1 erwachsenen Patienten zum Absetzen der Behandlung führten, waren akneiforme Dermatitis, Diarrhö, Übelkeit, Ausschlag und Erbrechen. Folgende schwerwiegende unerwünschte Wirkungen wurden gemeldet: Abdominalschmerzen (3 %), Schmerzen des Muskel- und Skelettsystems (1,3 %) und Netzhautvenenverschluss (1,3 %).
Bei der Gesamtheit der NF1-Patienten im Kindes- und Jugendalter waren die häufigsten unerwünschten Wirkungen (alle Schweregrade zusammengenommen) Kreatinphosphokinase im Blut erhöht (59 %), Diarrhö (53 %), akneiforme Dermatitis (43 %), Schmerzen des Muskel- und Skelettsystems (41 %), Abdominalschmerz (40 %), Erbrechen (40 %) und Kopfschmerzen (36 %). Folgende schwerwiegende unerwünschte Wirkung wurde gemeldet: Schmerzen des Muskel- und Skelettsystems (1,7 %).
Quelle:
Fachinformation Ezmekly®