Bortezomib (Velcade®) 10.02.2012
 

Das Dosierungsschema bei Leberstörungen wurde angepasst. Leukozytoklastische Vaskulitis, vaskulitischer Hautausschlag, Sweet-Syndrom sowie ein reversibles posteriores Leukoenzephalopathie Syndrom (RPLS) wurden als unerwünschte Wirkungen gemeldet. Bei Vorliegen eines RPLS soll die Therapie abgebrochen werden. Es gibt keine Daten zur erneuten Verabreichung von Bortezomib an Patienten, die zuvor ein RPLS erlitten hatten.
Bei Patienten mit mässiger oder schwerer Leberstörung sollte die Bortezomib Behandlung im ersten Zyklus mit einer reduzierten Dosis begonnen werden. Bisher wurde eine Dosis von 0,9 mg/m² empfohlen, welche bei Bedarf später weiter reduziert werden konnte auf 0,7 m² und 0,5 mg/m². Aktuell wird mit einer Dosis von 0,7 mg/m² begonnen und danach in Abhängigkeit von der Patientenverträglichkeit eine Dosissteigerung auf 1,0 mg/m² oder eine Dosisreduktion auf 0,5 mg/m² in Erwägung gezogen.

Daten aus in-vitro-, ex-vivo- und Tier-Modellen mit Bortezomib deuten darauf hin, dass es die Differenzierung und Aktivität von Osteoblasten erhöht und die Funktion von Osteoklasten inhibiert. Entsprechende Effekte wurden bei Patienten mit multiplem Myelom, die unter fortgeschrittenen osteolytischen Erkrankungen leiden und die mit Bortezomib behandelt wurden, beobachtet.
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