Tiapridal® 26.11.2012
Indikationseinschränkung

Die Anwendung von Tiapridal wurde auf schwere Formen von Chorea Huntington und schwere Ticstörungen beschränkt. Bei letzteren wird Tiapridal® nur dann eingesetzt, wenn eine nichtmedikamentöse Therapie erfolglos blieb.
Wenn eine Mutter während des dritten Trimesters der Schwangerschaft Antipsychotika (einschliesslich Tiaprid) einnimmt, unterliegt das Neugeborene einem erhöhten Risiko für extrapyramidale motorische Symptome und/oder Entzugssymptome nach der Geburt.
Diese Symptome beim Neugeborenen können Unruhe, erhöhten oder verminderten Muskeltonus, Zittern, Schläfrigkeit, Atembeschwerden oder Störungen bei der Nahrungsaufnahme umfassen.
Diese Komplikationen können mehr oder weniger schwerwiegend sein. In einigen Fällen war die Intensivüberwachung des Neugeborenen oder eine Verlängerung des stationären Aufenthalts erforderlich.
Es ist erstrebenswert, die Dosis von Neuroleptika in der späten Schwangerschaft nach Möglichkeit herabzustufen, vor allem wegen ihrer atropinergen Eigenschaften.

Quelle:
Fachinformation Tiapridal®