Marvelon® 19.01.2012

Bei hereditärer oder erworbener Prädisposition für venöse oder arterielle thromboembolische Erkrankungen ist die Anwendung von Marvelon kontraindiziert. In den Warnhinweisen werden unter anderem die Symptome von venösen Thrombosen, einer Lungenembolie, eines Myokardinfarktes, eines zerebrovaskulären Insults sowie anderen vaskulären Verschlüssen präzisiert. Es gibt keinen gesicherten Zusammenhang zwischen der Einnahme von COC und einer Hypertonie. Marvelon Tabletten beinhalten Laktose.
Das Risiko für VTE (venöse Thromboembolien) ist während des ersten Anwendungsjahres (insbesondere während der ersten 3 Monate) eines COC (kombiniertes orales Kontrazeptivum) am höchsten. Eine grosse, prospektive 3-armige Kohortenstudie hat gezeigt, dass die Inzidenz für VTE (venöse Thromboembolien) unter Anwendung von COC mit niedriger Östrogendosis (<0,05 mg Ethinylestradiol) bei 8 bis 10 Fällen (4 Fälle in alter Studie) pro 10’000 Frauenjahren liegt. Die neuesten Daten deuten darauf hin, dass die VTE-Inzidenz bei Nichtanwenderinnen, welche nicht schwanger sind, ungefähr bei 4,4 (0.5-3 Fälle in alter Studie) pro 10’000 Frauenjahren und bei Schwangeren bzw. Wöchnerinnen bei 20–30 Fällen (6 Fälle in alter Studie) pro 10’000 Frauenjahren liegt.
 
Marvelon enthält <80 mg Laktose pro Tablette. Patientinnen mit der seltenen hereditären Galactose-Intoleranz, Lapp-Lactase-Mangel oder Glucose-Galactose-Malabsorption, die sich laktosefrei ernähren, sollten diese Menge in ihrem Ernährungsplan berücksichtigen.
 
Fluor vaginalis wird neu als seltene unerwünschte Wirkung gemeldet. Bei Anwenderinnen von kombinierten oralen Kontrazeptiva wurde darüber hinaus über folgende unerwünschte Wirkungen berichtet: Mammakarzinom, fibrozystische Veränderungen der Brust, Zervixdysplasie, Myome des Uterus, Ovarialzysten, Lebertumoren, Chloasma, Akne, Alopezie, Erhöhung der Leberenzyme.