Ipratropiumbromid (Atrovent®/- N) 02.02.2012

Bei Patienten mit einer Prädisposition für Engwinkelglaukom, mit vorbestehenden Störungen der Harntraktausscheidung (z.B. Prostatahyperplasie oder Blasenhalsobstruktion) muss Atrovent vorsichtig angewendet werden. Als neue unerwünschte Wirkungen wurden verschwommenes Sehen, Sehen von Regenbogenfarben (-ringen), konjunktivale Hyperämie, Kornea-Ödem, Bronchospasmus, Rachenreizungen und -trockenheit und Rachenödem gemeldet.
Auf Grund von unerwünschten Wirkungen wie verschwommenes Sehen, Schwindel, Akkomodationsstörungen und Mydriasis wird beim Autofahren oder beim Bedienen von Maschinen Vorsicht empfohlen.

Die Atrovent Inhalationslösung 0,025% enthält das Konservierungsmittel Benzalkoniumchlorid und den Stabilisator Natriumedetatdihydrat. Bei Inhalation können diese Bestandteile bei empfindlichen Personen mit hyperreaktiven Luftwegen Bronchospasmen verursachen.

Da das Atrovent N Dosieraerosol via Mundstück angesetzt wird und manuell gesteuert wird, ist das Risiko für in die Augen gelangender Nebel gering. Es ist jedoch vereinzelt über ophthalmologische Komplikationen (z.B. Mydriasis, erhöhter Augeninnendruck, Engwinkelglaukom, Augenschmerzen) berichtet worden, in Fällen, wo Ipratropiumbromid-Aerosole allein oder zusammen mit einem Beta-2-Mimetikum in die Augen gesprüht wurden.